Honig bei Krankheiten

Hilft Honig bei Krankheiten?

Hilft Honig gegen Halsschmerzen?

Fast jeder dürfte in seinem Leben schon einmal davon gehört haben, dass Honig gegen Halsschmerzen hilft. Doch ist an dieser Aussage was dran? Fakt ist, dass Honig ummantelnde Eigenschaften besitzt. So schützt er gereizte Stellen im Hals, indem er ähnlich wie Hustensirup agiert und sich mit seiner sirupartigen Textur darüber legt.

Noch wichtiger hingegen ist ein natürlicher Inhaltsstoff des Honigs, welcher durch die Herstellung von den Bienen in den Honig gelangt. Dieser Inhaltsstoff ist eine Art natürliches Antibiotikum. Dadurch können in einzelnen Fällen sogar mehr Bakterien abgetötet werden als durch vergleichbare Medikamente in der Apotheke.

Auch den Geheimtipp “warme Milch mit Honig“ bei Halsschmerz zu trinken wird der ein oder andere sicherlich schon einmal zu Ohren bekommen haben. Tatsächlich ist auch das eine effektive Möglichkeit, das fiese Kratzen im Hals schnell und vor allem auf natürliche Art und Weise loszuwerden. Milch beruhigt den Hals und im Zusammenspiel mit dem Honig hat dies gleich die doppelte Wirkung. Außerdem trägt die Wärme der Milch noch zum lindernden Effekt bei. Man sollte nur darauf achten, den Honig erst nach Erhitzen der Milch hinzuzugeben, damit die antibakteriellen Wirkstoffe des Honigs nicht dadurch abgetötet werden.

Bei Laktose Unverträglichkeit kann alternativ auch warmer Kräutertee mit dem Honig gesüßt werden. Das erzielt eine ähnliche Wirkung.

Einsatz von Honig bei einer Erkältung

Nicht nur bei Halsschmerzen zeigt der Honig seine magische Wirkung. Auch bei anderen Symptomen einer Erkältung lässt er einen nicht im Stich. Da er als Energielieferant dient, wird man schnell durch den Frucht- und Traubenzucker versorgt und fühlt sich gleich nicht mehr so schlapp, wie es bei einer Erkältung normalerweise üblich ist.

Ein echtes Wundermittel ist Honig übrigens auch für die Anwendung bei Reizhusten: Er regt die Speichelproduktion an und legt sich schützend über die gereizten Stellen. Das macht ihn sogar wirksamer, als so manche Arzneiprodukte, da er nicht nur den Hustenreiz unterdrückt, sondern durch seine antibakterielle Wirkung auch gleich noch die Bakterien im Rachenraum bekämpft.

Vitamin B1 und Vitamin C geben dem Körper die Vitamine zurück, die er zur Bekämpfung der Bakterien von innen heraus benötigt. Auch die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente tragen zu einem positiven Heilungseffekt bei, indem sie das Immunsystem während eines grippalen Infekts stärken. Honig ist also bei einer Erkältung vielfältig einsetzbar und somit auf jeden Fall ein treuer Begleiter durch jeden grippalen Infekt.

Honig bei Diabetes

Kann Honig auch bei Diabetes genossen werden? Diese Frage ist nicht unberechtigt, da Honig sehr viel Zucker enthält und so den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lässt. Da Diabetikern das Hormon Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels fehlt, muss beim Verzehr von Honig (so wie bei anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln auch) dementsprechend Insulin gespritzt werden. Zwar kann Honig besser verstoffwechselt werden als gewöhnlicher Haushaltszucker, dennoch sollte jeder Diabetiker am besten erst Rücksprache mit seinem Arzt halten, da die Toleranz von Zucker von Individuum zu Individuum variiert.

Die Medikamente, die ein Diabetiker einnimmt, können ebenfalls Zucker- oder Zuckerersatz enthalten, also wird ein professionelles Gespräch im Voraus wirklich dringend empfohlen, um herauszufinden, wie viel Gramm Honig am Tag man zu sich nehmen darf. Dennoch können Diabetiker von den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Honigs profitieren, indem sie beispielsweise die rasche Aufnahme des Zuckers ins Blut verzögern.

So können sie Ballaststoff– und Eiweißhaltige Kost in Kombination mit dem Honig zu sich nehmen. Ein Vollkornbrot mit Magerquark als Unterlage und dann dem Honig bietet sich also an, um den Blutzuckerspiegel nicht so rasch ansteigen zu lassen wie beim puren Verzehr von Honig. Doch nach wie vor ist auch hier Vorsicht geboten, denn es gilt: Die Menge macht das Gift.

Honig als Heilmittel

Honig gilt in der Menschheitsgeschichte schon seit Urzeiten als wichtiger Bestandteil in der Heilkunde. Nicht einmal die Entdeckung von Penicillin konnte Honig von seinem Thron stoßen. Und das zurecht. Bereits der übliche Honig wirkt antibakteriell und wundheilungsfördernd und kann gegen Pilze wirksam sein. Und doch gibt es eine Honigsorte, die noch viel mehr zu bieten hat: Der Manuka Honig.

Die Honigsorte mit neuseeländischen Wurzeln verhindert nicht nur die Infektion einer Wunde – sie dichtet sie durch seine viskösen Eigenschaften komplett ab. Keime werden durch den antibakteriellen Effekt unschädlich gemacht und seine wasserentziehende Wirkung schafft ein perfektes Wundklima, was das Abheilen stark begünstigt.

Auch die Geruchsbildung kann bei großflächigen Wunden mit einer Honigbehandlung reduziert werden. Jedoch empfiehlt es sich, bei größeren Verletzungen keine Selbstversuche zu starten, sondern lieber einen Arzt aufzusuchen. Dort wird sogenannter “Medihoney” verwendet, der vorab zu 100 % keimfrei gemacht wurde.

Er kann auf Wunden, Nagel- oder Fußpilz, Magen-Darm-Beschwerden, bei Verbrennungen, Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen oder bei entzündlichen Beschwerden, wie einer Magenschleimhautentzündung eingesetzt werden.

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