Was ist eigentlich Gelee Royale?

Was ist Gelée Royale und wie wird es gewonnen?

Das Gelée Royale wird im Bienenstock als besonderes Nahrungsmittel produziert. Einzig die Bienenlarven und die Bienenkönigin bekommen diese spezielle Kost. Es wird in den Kopfdrüsen der Ammenbienen produziert und direkt von ihnen weiter verfüttert. 

Wenn die Arbeitsbiene im Alter von 6 bis 12 Tagen ist, durchläuft sie das Ammenbienen Stadium. In dieser Zeit haben sich spezielle Kopfdrüsen gebildet, mit denen sie das Gelée Royale produziert.

Die Bienenlarven bekommen ein Sekret, welches hauptsächlich nur aus den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen besteht. Die Königin hingegen erhält eine ausgewogene Mischung aus dem Sekret der Futterdrüse und dem der Oberkieferdrüse

Im Gegensatz zu den Larven, die nur drei Tage ihres Lebens mit dem Futtersaft gefüttert werden und danach auf ein Gemisch von Blütenpollen und Honig umsteigen, bekommt die Bienenkönigin jeden Tag das Gelée Royale. Schon von klein auf. Das ist auch der Grund, weshalb eine Königin sich so sehr von den anderen Stockbienen unterscheidet.

Geboren wird selbst eine Königin als eine ganz normale Bienenlarve, die genauso gut eine Arbeiterin werden könnte – wenn da nicht die spezielle Zelle in Kombination mit dem Gelée Royale wäre, was ihr erlaubt, so stark zu wachsen. Das liegt an dem hohen Anteil von Vitaminen und Aminosäuren im Gelée Royale. 

Die Königinnenlarve wiegt durch das Gemisch innerhalb von fünf Tagen um das zweitausendfache mehr. Bei gewöhnlichen Arbeiterinnen nimmt das Gewicht nur um das tausendfache zu. Die Königin gewinnt also doppelt so viel an Gewicht im selben Zeitraum. Der hohe Nährwert sorgt außerdem dafür, dass die Bienenkönigin bis zu fünf Jahre alt werden kann. Das ist über 50 Mal älter, als die normale Lebenserwartung einer Arbeiterin. Im Frühjahr legt die Königin dann bis zu 1.200 Eier an einem einzigen Tag. Das allein entspricht schon fast 80 % ihres Körpergewichts

Das Gelée Royale bietet also Unmengen an positiven Eigenschaften, an denen sich auch der Mensch durch die Gewinnung des begehrten Saftes erfreuen kann. Diese ist nicht immer einfach, da das Gelée Royale schließlich nicht eingelagert, sondern immer sofort verfüttert wird. 

Um es zu gewinnen, muss man seinen Bienenschwarm ein wenig austricksen, indem man sich den natürlichen Vermehrungstrieb innerhalb der Schwarmzeit zunutze macht. In dieser Zeit möchte sich das Bienenvolk teilen und zieht in mehreren Weiselzellen (so nennt man die speziellen Zellen, in denen die Königinnenlarven herangezogen werden) zeitgleich mehrere Bienenköniginnen auf. Diesen Schwarmtrieb kann der Imker nun durch gezielte Maßnahmen für eine längere Zeit aufrechterhalten. Er gibt Larven in die Weiselzellen, die anschließend von den Ammenbienen mit dem Gelée Royale gefüttert werden. Nach drei Tagen Fütterung kann er die Larve wieder entnehmen, um das kostbare Gelée zu entnehmen. 

Nach der Entfernung der Larven wird mithilfe einer speziellen Absaugvorrichtung das in den Zellen befindliche Gelée entnommen. Durch ein feines Sieb werden Fremdkörper oder eventuelle Teile von Bienenwachs entfernt. Nun kann das gewonnene Produkt in Violettglasflaschen gefüllt werden. Es sollte übrigens unmittelbar nach der Gewinnung gekühlt aufbewahrt werden, da es auch im Stock nicht zur Aufbewahrung vorgesehen und somit schnell verderblich ist. 

Wirkung von Gelée Royale auf den Menschen

Bei so vielen Vorteilen ist es nur natürlich, dass auch der Mensch schnell neugierig wird und davon profitieren möchte. Kein Wunder, denn das Gelée Royale soll das Immunsystem stärken, das Selbstheilungs-System des Körpers aktivieren, bei chronischen Verdauungsstörungen helfen, Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel wie Glucose oder Fructose lindern, Beschwerden in den Wechseljahren verringern und Alterserscheinungen von Körper und Geist entgegenwirken. Wie man sieht, ist diese Liste lang und fast zu schön und wahr zu sein.

Was also ist dran an der Wirkung des Gelée Royale?

Die meisten Studien von Gelée Royale wurden zwar an Tieren durchgeführt, aber diese sind immer positiv ausgefallen. Die wenigen Studien an Menschen zeigen ebenfalls vielversprechende Ergebnisse. So konnte eine positive Auswirkung auf den Geist und eine bessere Verdauung belegt werden. Auch kann das Gelée Royale die Nebenwirkungen einer Chemotherapie lindern. Verletzungen können mithilfe des Stoffes besser abheilen und es hat eine positive Wirkung auf das Gemüt. Ob es nun wirklich die Lebensdauer verlängern kann, wie es bei den Bienen der Fall ist, ist leider noch nicht genügend erforscht. 

Allerdings kommt sogar in der Kosmetik der Futtersaft bereits zum Einsatz. Hier wirkt er als ein Anti Aging Produkt, da die vielen Antioxidantien einer vorzeitigen Hautalterung entgegenwirken

Nebenwirkungen von Gelée Royale

Eines der Hauptrisiken bei der Einnahme von Gelée Royale ist die Gefahr, eine starke allergische Reaktion zu erleiden. Besonders, wenn man bereits auf Bienenstiche empfindlich reagiert oder an Asthma leidet, kann die Verwendung problematisch werden. Das Produkt sollte dann nur mit größter Vorsicht genossen werden, um Komplikationen zu vermeiden. 

Darüber hinaus wurde Gelée Royale bereits mehrfach positiv auf Pyrrolizidinalkaloide getestet. Diese Stoffe werden hauptsächlich von Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden produziert und können sogar für den Menschen gefährlich werden. Sie können dem Erbgut schädigen und sogar krebserregend wirken. Wenn man sich vorher allerdings gründlich beim Hersteller informiert, ob das vorliegende Produkt auf diese Stoffe getestet wurde, kann man es mit gutem Gewissen kaufen und verwenden. 

Wie wird es angewendet?

Bei der Anwendung von Gelée Royale empfiehlt es sich, eine Kur zu machen. Eine tägliche Einnahme über einen Zeitraum von 3 bis 6 Wochen ist dafür bereits ausreichend und sollte zu den gewünschten Verbesserungen führen. Die durchschnittliche Dosierung für einen Erwachsenen sind 500 Milligramm pro Tag. Bei Kindern kommt es auf das Alter an, sodass die Dosis zwischen 250 und 350 Milligramm liegt. 

Als Art der Einnahme hat sich besonders die sogenannte sublinguale Einnahme auf nüchternen Magen bewiesen. Das heißt nichts anderes, als dass man etwa 30 Minuten vor dem Frühstück das Gelée Royale unter der Zunge zergehen lassen sollte. So kann es über die Schleimhäute in den Körper gelangen

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