Was ist eine Nachschaffungszelle bzw. Weiselzelle?

Weiselzelle_auf_einer_Brutwabe

Eine Königin wird geboren

Eine Weiselzelle (auch Nachschaffungszelle genannt) ist eine besondere Zelle, in der keine gewöhnlichen Arbeiterinnen oder Drohnen heranwachsen. Diese spezielle Zelle ist für das Heranwachsen einer neuen Königin gedacht – und dementsprechend gebaut. Mit einem Durchmesser von fast 2 cm ist sie um einiges größer als die Zellen für heranwachsende Drohnen und Arbeiterinnen. 

Eine Weiselzelle als Nahaufnahme.

Doch die Größe allein bewirkt nicht das Entstehen der Königin. Lediglich die Fütterung mit dem sogenannten “Gelée Royale” bewirkt die Entwicklung zur Königin. Denn zunächst sind alle Eier der Königin gleich. Da die Königin jedoch bedeutend größer wird als ihre Untergebenen braucht sie auch mehr Platz. In einer Notsituation kann auch aus einem Ei, welches als Arbeiterinnen-Ei gedacht war, eine Königin gezogen werden!

Sehr schöne Dokumentation vom Bayrischen Rundfunk über die Honigbiene.

Zu erkennen ist die Weiselzelle im Stock übrigens sehr gut, da sie nach unten ausgerichtet ist und nicht wie die anderen Zellen horizontal. Vom Ei bis zum Schlupf verbringt die angehende Königin rund 16 Tage in der speziell für sie angefertigten Weiselzelle.

Wie entsteht eine Weiselzelle?

Eine solche Zelle entsteht erst, wenn das Volk eine neue Königin braucht. Die Bienenkönigin sendet Pheromone aus, die zu ihren Lebzeiten das Bauen von Weiselzellen bei den Arbeiterinnen unterdrücken. Ist die Königin nun aber alt oder krank wird die Produktion der Pheromone schwächer und die Arbeiterinnen beginnen wieder mit dem Bau von Weiselzellen

Der gleiche Effekt tritt daher auch auf, wenn das Volk keine Königin hat und keine Pheromone wahrgenommen werden können, die den Bau unterdrücken. 

Die meisten Weiselzellen werden übrigens Anfang Mai bis Mitte Juni gebaut. Nach dem Bau wird die Königin von den Arbeiterinnen mehr oder weniger zum Ablegen von einem Ei in diese Zelle gedrängt.

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