Welcher Honig ist der Beste?

Hier ist eines vorweg zu sagen: einen “besten Honig“ in dem Sinne gibt es nicht. Allerdings kann man sich sicher sein eine gute Wahl getroffen zu haben, wenn man seinen Honig direkt bei einem regionalen Imker kauft. Hier weiß man zu 100 %, dass man es mit reinem Bienenhonig zu tun hat.

Aber es gibt noch viel mehr Gründe, weshalb es besser ist, Honig direkt beim Imker zu beziehen. So werden Imker und deren Bienen unterstützt. Bienen tragen einen massiven Bestandteil zu dem Speiseplan bei, wie man ihn gewohnt ist. Sie bestäuben auf der Nektarsuche eine riesige Anzahl von Nutzpflanzen, Gemüse und sogar 90 % der gesamten Obstbaumblüten.

Es ist also leicht auszumalen, welche Pflanzenvielfalt ohne sie verloren gehen würde. Ohne Bienen sterben die Pflanzen aus, ohne Pflanzen gibt es keinen Sauerstoff und ohne Sauerstoff auch kein Leben. So hätten die Menschen ohne Bienen laut Albert Einstein noch genau vier Jahre zu leben.

Die summenden Nutztiere müssen für 500 Gramm Honig eine Flugstrecke von 120.000 Flugkilometern zurücklegen. Das entspricht 3x dem Umfang des Äquators! Wer beim Imker kauft, kann sich außerdem sicher sein, dass dem Honig weder etwas entzogen noch hinzugefügt wurde, da diese sich an die deutsche Honigverordnung halten müssen in der es heißt: “Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig hinzugefügt werden”.

Wenn der Honig nach einiger Zeit Zuhause anfängt Kristalle zu bilden, ist das noch lange kein Grund zur Sorge, sondern bedeutet lediglich, dass er eben nicht stark erhitzt wurde. Wer diese Konsistenz nicht mag, bekommt den Honig in einem Wasserbad von ungefähr 40 Grad wieder klar und flüssig. Allerdings ist dies auch die maximale Temperatur, die man
dafür verwenden sollte, da sonst die wertvollen Enzyme des Honigs verloren gehen.

Im Supermarkt kauft man unwissentlich am aller wahrscheinlichsten Honig, der nicht aus Deutschland stammt. Das geht sogar so weit, dass 40 % des importierten Honigs aus deutschen Supermärkten aus China kommt. Und da wird der Honig fast schon industriell hergestellt. Dort werden die Bienen nur als reine Honigtau-Sammlerinnen eingesetzt. Der noch unreife Honig wird dort den Stöcken entnommen und weiterverarbeitet. In sogenannten Honig Fabriken wird der Honig getrocknet, gefiltert und mit künstlichen Enzymen versetzt.

Und als wäre das nicht schon Grund genug, den Supermarkt-Einkauf noch einmal zu überdenken: Importierter Honig steht unter Verdacht, unzulässig mit billigen Zuckern oder Sirupen gestreckt zu werden. Er gilt also nicht umsonst als das am dritthäufigsten gefälschte Produkt weltweit!

Je billiger ein Honig ist, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass das kein reiner Honig ist. Doch auch bei teuren Honigen ist Vorsicht geboten, da auch diese gestreckt und verfälscht sein könnten. Wer sich komplett sicher sein will, dass er reinen Honig kauft, muss auf das Gütesiegel “Echter Deutscher Honig” achten. Der deutsche Imkerbund hat nämlich strenge Auflagen: So darf der Honig nur in Deutschland produziert worden sein, nicht wärmebehandelt sein und nicht zuletzt darf ihm auch nichts beigemischt worden sein.

In einzelnen deutschen Supermärkten findet man diesen Honig bereits, doch ansonsten heißt es – ab zum Imker!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.